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Wir sind eine der führenden Managementberatungen für die Öffentliche Hand und beraten von Mannheim aus Kommunen und kommunale Unternehmen im ganzen Bundesgebiet.

Archiv von Martin Adams

BDE-Papier zu Erleichterungen der Vergabe durch öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger (örE) irreführend

Derzeit werden wir von vielen Kunden auf ein Informationsschreiben des Bundes deutscher Entsorger (BDE) vom 06.04.2020 angesprochen. In diesem Papier wird unter Bezug auf die Leitlinien der EU-Kommission vom 01.04.2020 zur Nutzung des Rahmens für die Vergabe öffentlicher Aufträge in der durch die COVID-19-Pandemie verursachten Notsituation (2020/C 108 I/01) Stellung zur Anwendung des Vergaberechts für die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger in der derzeitigen Krisensituation genommen. Dieses Papier verstehen viele so, dass generell für alle Beschaffungsmaßnahmen erleichterte Vorgaben zur Durchführung von Direktvergaben oder vereinfachte Vergabeverfahren nutzbar gemacht werden können. Ebenso hält der BDE Vertragsverlängerungen oder -erweiterungen ohne erneutes Vergabeverfahren für zulässig. Wir weisen daher darauf hin, dass die Erleichterungen aus den Leitlinien der EU-Kommission ausdrücklich nur für Vergaben gelten, die durch die Corona-Pandemie unmittelbar ausgelöst wurden und äußerst eilbedürftig sind. Für planmäßige Beschaffungen ändert die Corona-Pandemie grundsätzlich nichts an der Pflicht regelmäßig auszuschreiben. … Weiterlesen

PPK-Mitbenutzung nach dem neuen VerpackG

PapierKonsolidierungsProgramm

AUSGANSSITUATION Die Ausgestaltung der Schnittstelle zu den Betreibern dualer Systeme (BdS) nach der VerpackV gehört seit Jahren zu den anspruchsvollsten Herausforderungen in der kommunalen Abfallwirtschaft. Operativ tätige öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger (örE) dürfen oder müssen die Konditionen der Mitbenutzung mit den BdS verhandeln. Nicht-operative örE stehen vor der Herausforderung, insbesondere die PPK-Sammlung sinnvoll auszuschreiben. Hauptstreitpunkt zwischen den örE und den BdS ist die Frage, wem die Erlöse aus der Verwertung der Verkaufsverpackungen zustehen. Während die örE als Eigentümer des Gesamtstroms PPK eine Herausgabe von Teilmengen/eine Erlösbeteiligung der BdS ablehnen, berufen sich die BdS auf ihre öffentlich-rechtliche Zuständigkeit und leiten aus dieser Rechte ab. Diese Gemengelage versucht jetzt der Entwurf eines Verpackungsgesetzes (VerpackG-E) zu lösen, nachdem der große Wurf eines Wertstoffgesetzes nicht gelungen ist. Das VerpackG-E sieht unter anderem vor, dass im Zweifel eine unsortierte Teilmenge PPK an die BdS herausgegeben werden muss. … Weiterlesen

Verhandlungen nicht zu Ende geführt: Loyalitätsklausel kann zu Schadensersatzansprüchen des PPK-Sammlers führen (LG Landau in der Pfalz, Urteil vom 31.05.2016 – 2 I 216/14)

Urteilsbesprechung

Eine Ausschreibungskonzeption, die eine Bezahlung nur der Sammelkosten für kommunale Druckerzeugnisse aber eine Verwertung der gesamten PPK-Fraktion zu Gunsten eines Landkreises vorsieht, ist dennoch rechtlich zulässig.
Nachdem der BGH mit Urteil vom 16.10.2015 (V ZR 240/14) das Eigentum an den von Kommunen erfassten Verkaufsverpackungen aus Papier, Pappe und Kartonagen (PPK) den Kommunen zusprach, ergänzt nun das LG Landau die Rechtsprechung zum fortwährenden Streit um die Abwicklung kommunal erfasster Verkaufsverpackungen aus PPK.

Das Abstimmverhalten in Zweckverbänden und Mehrträger-AöRs

In den kommunalrechtlichen Vorschriften im Bundesland Hessen findet sich hierzu keine gesetzliche Regelung

In der Beratungspraxis werden wir immer wieder mit der Frage konfrontiert, ob Mitglieder in Zweckverbänden oder Mehrträger-Anstalten öffentlichen Rechts ihre Stimme unabhängig abgeben können oder für die Körperschaft, die sie vertreten, nur einheitlich.
In den Fokus gerückt ist diese Frage anlässlich von Neugründungen von Mehrträger-AöRs in Hessen.

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