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Über teamwerk
Wir sind eine der führenden Managementberatungen für die Öffentliche Hand und beraten von Mannheim aus Kommunen und kommunale Unternehmen im ganzen Bundesgebiet.

Konzept zur Umsetzung der DGUV-Vorgaben für das Rückwärtsfahren beim Abfallsammeln

Ein Beitrag in: EUWID Recycling und Entsorgung 16.2017

In der aktuellen Ausgabe des EUWID Recycling und Entsorgung 16.2017 wird unser Konzept _teamsafety_ zum Thema Rückwärtsfahren beim Abfallsammeln vorgestellt:

Rückwärtsfahren: Das Konzept der _teamwerk_AG

Beim Rückwärtsfahren von Sammelfahrzeugen kommen immer wieder Personen zu Schaden. Allein im Januar sind zwei Unfälle mit tödlichem Ausgang bekannt geworden. Seit Anfang des Jahres liegt die Branchenregel 114-601 „Abfall­sammlung“ der Deutschen Gesetzlichen Unfall­versicherung (DGUV) vor. Hierin sind auch Vorgaben für das Rückwärtsfahren und Rangieren von Abfallsammelfahrzeugen eingeflossen. Mit „teamsafety“ hat das Mannheimer Beratungs­haus _teamwerk_AG ein Konzept entwickelt, das Ent­sorgungsunternehmen bei der Umsetzung der DGUV-Branchenregel unterstützt.

DGUV-Regel

Sammelfahrten müssen laut DGUV-Regel grundsätzlich so organisiert werden, dass keine Rückwärtsfahren erforderlich sind. Wenn alle Möglichkeiten zur Minimierung des Rückwärts­fahrens nach eingehender Prüfung ausgeschöpft sind und ein Rückwärtsfahren trotzdem notwen­dig ist, ist mittels Gefährdungsbeurteilung fest­zulegen, wie die gefahrlose Rückwärtsfahrt in dieser Situation durchzuführen ist.

Aufnahme der Rückwärtsfahrten

In einem ersten Schritt analysiert die _teamwerk_AG zusammen mit dem Entsorgungsbetrieb, an welchen Stellen im Entsorgungsgebiet aktuell eine Rückwärtsfahrt durchgeführt wird. Dies geschieht mittels eines vorübergehend im Fahrerhaus installierten Tablets. Erfahrungsgemäß kommt es laut Senior-Berater Ingo Caspari pro Tagestour durchschnittlich 20 bis 25 Mal zu einer solchen Situation. Die Rückwärtsfahrten werden im praktischen Betrieb durch die Auswertung der aufgezeichneten GPS-Signale automatisch erfasst. Bei jeder Rückfahr-Situation reichert der Fahrer die erfassten GPS-Daten durch Eingaben an. Mit fünf Klicks macht er Angaben zur Häufigkeit der erforderlichen Rückwärtsfahrt, zum Gefahrengrad, zum Anlass und zur Art der Straße – von der Hauptstraße bis zum Waldweg. Weitere Grunddaten wie die Länge der Rückwärtsfahrstrecke werden automatisch hinzugefügt, so dass sich schließlich ein Rückwärtsfahrt-Kataster in Form von Karten und digitalen Listen ergibt. Durch die Daten, die der Fahrer eingegeben hat, kann außerdem die Dringlichkeit einer Gefahrenstellenbegutachtung ersehen werden. Auf Basis dieser und weiterer Daten werden im zweiten Schritt Empfehlungen zur Beseitigung oder Be­arbeitung der Gefahrenstelle gegeben.

Vermeidung von Rückwärtsfahrten

Im letzten Schritt geht es darum, Rückwärtsfahrten durch organisatorische und technische Maßnahmen zu vermeiden. Oder – sofern dies nicht möglich ist – eine gefahrlose Rückwärtsfahrt zu gewährleisten. Hierzu ist eine Gefährdungsbeurteilung gemäß Arbeitsschutzgesetz erforderlich. Um die Sicherheit einer Rückwärtsfahrt zu gewährleisten, müssen die Mitarbeiter eingewiesen bzw. geschult werden. Außerdem sind Rückfahr-Assistenzsysteme eine wichtige Hilfe. Des Weiteren können die Eliminierung von Sichtbeschränkungen sowie die Vermeidung von Hindernissen erforderlich werden. Etwa durch Park- und Haltever­botsflächen. Das _teamwerk_­Konzept sieht eine rechtssichere Dokumentation aller Projektphasen vor.

Umsetzung der Branchenregel

Die Umsetzung der DGUV-Regeln zum Rückwärtsfahren ist laut Caspari ein Prozess, der längere Zeit in Anspruch nimmt. Wenn zur Vermeidung einer Rückwärtsfahrt oder deren Entschärfung etwa eine Änderung der Abfallsatzung erforder­lich wird, kann er sich sogar über mehrere Jahre hinziehen. Aufgrund der Vielzahl der Situationen, in denen Rückwärtsfahrten notwendig werden können, ist laut _teamwerk_AG nach der Ermittlung des Status quo eine Priorisierung erforderlich, so dass die dringlichsten Situationen zuerst bearbeitet werden können. Nach einer Phase der Begleitung durch die _teamwerk_AG sollen die Entsorgungsunternehmen laut Caspari in der Lage sein, die Branchenregel eigenständig umzusetzen.

Den gesamten Artikel können Sie auch über das Bild unserer App aufrufen.

Wir wünschen Ihnen eine spannende Lektüre.

Artikel: Konzept _teamsafety_ zum Rückwärtsfahren beim Abfallsammeln

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